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6 Monate DJI Mavic Air & DJI Phantom 4

Ich habe das Glück auf unserem jährlich stattfindenden Musikfestival BeachBitchRock für Foto und Videoaufnahmen zuständig zu sein. Für 2018 hatten wir uns entschieden eigene Drohnenaufnahmen machen wollen. Der Kauf einer Drohne stand allerdings nicht zur Debatte. Es musste also eine praxistaugliche Mietlösung gefunden werden. 

 

1. Monat DJI Mavic Air

Nach einiger Recherche im Internet sties ich auf den Anbieter GetGrover. Dort kann man anstatt wie bei vielen Anderen ganze Monate mieten. Dies ist tatsächlich günstiger als bei manchem Anbieter für einen Zeitraum von 4 Tagen. Für die Festivalaufnahmen entschied ich mich zunächst für eine DJI Mavic Air. Diese bekommt man bei 1 Monat Mietdauer für 99 Euro.

Die DJI Mavic Air ist Mega praktisch. Die Tasche in die man sie mit eingeklappten Armen packt ist nicht größer als eine Brotdose. Die Fernbedienung ähnelt einem PlayStation 4 Controller. 

IMG 2143Erste Flugversuche beim Radeln am Steinbruch

Die ersten Flugversuche gestalteten sich eigentlich so einfach wie erhofft. Im Modus mit aktivierten Sensoren ist das Fluggerät stabil und präzise. 

Ich habe absolut nicht bereut, dass ich die Air für einen ganzen Monat und nicht nur die Tage um das Event bestellt hatte. So konnte ich doch einiges an Erfahrung sammeln und ausprobieren, bevor ich mich selbst in kalte Wasser geschmissen hätte. Außerdem macht es super viel Spaß. 

Auf meinem iPhone habe ich mir die App DJI Go 4 installiert. Diese bietet einige nette Features, allerdings finde ich es schade, dass man sie nur mit verbundenen Drohne wirklich bedienen kann.

Da ich auf einer Open Air Veranstaltung mit großer Bühne filmen wollte, brauchte ich eine Möglichkeit zur Planung einer festen Routen mit geplanten Blickrichtungen der Kamera. 

Dazu installierte ich mit die kostenpflichtige App Litchi, welche ich nur vollumfänglich empfehlen kann. 

Man kann darin Flugrouten anlegen, speichern und laden. Darin können Wegpunkte und Kamerablickpunkte definiert werden. Für diese sind diversere Settings wie unter anderem Flughöhe und Geschwindigkeit möglich. 

IMG 3693Litchi Wegpunkt Modus

 Wie im Screenshot zu sehen ist, habe ich 7 Wegpunkte um das Gelände definiert. In der Mitte ist 1 Kameraview Punkt gesetzt. Die Drohne fliegt also die Wegpunkte mit eingestellter Höhe und Geschwindigkeit ab und dreht sich dabei um den Viewpunkt um diesen im Fokus zu behalten. Solch ein Flugmanöver ist zum Einstieg in die Drohnenwelt händisch sicherlich nicht möglich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, die Route jederzeit erneut exakt abzufliegen.

Des Weiteren können Panorama Aufnahmen mit diversen Einstellungen geplant werden. Gegenüber der DJI App ist dazu keine Verbindung mit der Drohne notwendig!

Von GetGrover erhielt ich die Mavic Air tatsächlich komplett neu, original verpackt und eingeschweißt. Ich war freudig überrascht, weil man im Vorfeld natürlich überlegt und hofft kein minderwertiges und durch Vormieter evtl. extrem benutzes Gerät zu bekommen.

Aber moment, die Drohne ist original Verpackt, wie kann die notwendige Inhaber-Kennzeichnung drauf sein? Also bei GetGrover angerufen und nachgefragt. Ohne großes Tara schickten sie per Briefpost eine feuerfeste Plackette zu, die auch schon am Folgetag in der Post war.

Für die meisten Dinge reichte die Mavic Air völlig aus. Die Akkulaufzeit ist nicht die Welt, nach spätestens 15 min möchte sie wieder heimkehren. Das eigentliche Manko für mich war die Reichweite der Funkverbindung. Bei der Mavic Air setzt DJI auf Enhanced Wifi. Damit war es mir im Automatik Modus quasi nie möglich weiter als 300m zu fliegen. Ab dieser Entfernung gab es ständig heftige Unterbrecher, die sich nicht nur auf die Bildübertragung auswirkten, sondern auch auf falsche Übertragung der Steuersignale. Eine Schwenk nach rechts bewirkte plötzlich ein Absenken der Kamera. Das war schon unberuhigend, auch wenn man in Deutschland nur auf Sicht fliegen darf, wäre eine stabilere Funkverbindung wünschenswert. Wenn man die automatische Kanalwahl deaktiviert und im manuellen Modus die Frequenz und den Kanal wählt, konnte ich ungefähr 200m weiter fliegen bis es wieder zu Verbindungsunterbrechern kam. Bei all diesen Tests war ich eigentlich immer in unbebauten Waldgebieten unterwegs, wo es eigentlich keine störenden Fremd Funknetzwerk geben konnte.

Nachdem ich die Mavic Air problemlos nach einem Monat an GetGrover zurück gesendet hatte, war meine Lust aufs Drohnenfliegen aber erst richtig geweckt. Ich wollte gerne ein paar schönen Bilder vom bunt werdenden Herbstwald machen. Also schaute ich mich nach weiteren Angeboten um und wurde bei OTTOnow fündig. Dort kann man, tatsächlich noch günstiger als bei GetGrover, Drohnen monatsweise leihen. Wenn auch allerdings nur für mindestens 3 Monate.

Monat 2-6 DJI Phantom 4

Ich entschied mich dieses Mal für die DJI Phantom 4. Bei einer Mietdauer von 3 Monaten kostet sie 49 Euro pro Monat. Auch bei OTTOnow kam die Drohne super schnell bei mir an. Sie war gut verpackt, wenn auch nicht neu, aber in top Zustand.

Auch bei der Otto Drohne war keine Plakette angebracht. Da ich die Phantom auch etwas länger nutzen wollte, bestellte ich mir kurzerhand eine eigene Plakette bei drohnen.de. Das Ganze funktionierte schnell und problemlos. Was bei Leihgeräten die richtige Vorgehensweise ist, ist mir ehrlich gesagt nicht bewusst. Gekennzeichnet werden muss der Inhaber bzw. Halter. Bin ich das bei einem Mietgerät? Bei einem Mietwagen von Sixt oder Avis bekomme ich auch keine personalisierten Kennzeichen.

DSC02474 prevDJI Phantom 4Auch um eine geeignete Haftpflichtversicherung habe ich mich aufgrunde der länger geplanten Nutzungsdauer entschieden. Nach etwas Rechersche im Netz kam ich auf GetSafe. Dort kann man in einer eigenen HandyApp sehr einfach eine monatliche Haftpflichtversichung inkl. Drohneversicherung abschließen. Auch preislich schien mir das Angebot mit 4 Euro /Monat durchaus ok.

Was das Flugverhalten angeht, ist die Phantom doch ein wenig anders. Grundlegend ist die Steuerung gleich. Wenn man allerdings auf sich selbst zufliegt und abrupt stop, merkt man, dass doch etwas mehr Masse bewegt wird.

Auch die Funkverbindung ist eine ganz andere Klasse. So wie es mir gewünscht hatte, muss man sich keinerlei Gedanken darum machen, wenn man sich im erlaubten Rahmen bewegt. Man kann theoretisch ohne Verbindungsproblem locker aus der Sichtweite fliegen, 1000m und mehr sind kein Porblem.

DJI 0015 Bearbeitet prevErster Morgenfrost

Was die Qualität der Aufnahmen angeht, unterscheiden sich die beiden DJI Geräte kaum. Beide haben eine 12MP Kamera die "ok" ist. Wenn man von professionellen Kameras kommt, ist man natürlich anderes gewöhnt. Für die Größe der verbauten Kameras kommen aber schon gute Bilder auch im RAW Modus herraus.

Bei der Phantom hat man für die Neigung der Kamera und die Belichtungskorrektur ein eigenes Drehrad an der Fernbedienung. Das finde ich genail und eine gute Funtionalität.
IMG 2713 prevFarbige HerbstkurvenIch habe mich mittlerweile immer noch nicht von der Phantom trennen können. Man kann also die Drohne einfach länger behalten als geplant, muss natürlich monatlich bezahlen. Wobei es mit der Zeit günstiger wird. Im übrigen ist es in der Tat nicht so, dass man den Mietvertrag verlängern muss, tatsächlich muss man ihne expliziet künden um das Leihverhältnis zu kündigen. Eine Tatsache, die mir zu Begin nicht bewusst war.

Hier jetzt noch ein paar meiner letzten Aufnahmen. Leider hatten wir quasi keinen Schnee, weswegen ich keine Bilder mit verschneiter Winterlanschaft zeigen kann.

DJI 0012 Pano Bearbeitet prevIthwiesen Sonnenuntergang

Übersicht und Links der einzelnen Anbieter:

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